Bericht des Aufsichtsrats
Positive Jahresbilanz nach Blitzfusion
Liebe Mitglieder, liebe Kundinnen und Kunden,
sehr geehrte Damen und Herren,
einleitend gratuliert der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeitenden der Volksbank Bodensee-Oberschwaben eG zu einem ausgesprochen erfolgreichen Geschäftsjahr. Trotz herausfordernder gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie der Aufgabenvielfalt im Fusionsgeschehen mit der Volksbank eG mit Sitz in Konstanz zum neuen Gesamthaus stehen die Zeichen auf Wachstum: Alle relevanten Kennzahlen verzeichnen positive Entwicklungen.
Das bestätigt, dass die maßgeblichen strategischen Entscheidungen auf solider Basis fußen. Sie wurden vom Vorstand mit Weitblick eingeleitet, mit zielgerichteter Führung vorangebracht sowie von den Mitarbeitenden mit viel Engagement umgesetzt.
Detaillierte Einblicke in das Zahlenwerk finden Sie im Jahresabschluss sowie im Beitrag zur Geschäftsentwicklung im vorliegenden Geschäftsbericht. Das positive Ergebnis erlaubt es auch in diesem Jahr, eine Dividende in Höhe von 3,5 Prozent auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Vertreterversammlung vorschlagen, dies zu beschließen.
Als Kontrollorgan unserer regionalen Genossenschaftsbank dürfen wir von einer sehr guten und offenen Zusammenarbeit mit dem Vorstand berichten. Dabei war die Aufgabenstellung maßgeblich von der Fusion geprägt. Bereits im zweiten Quartal 2025 haben sich die Gremien der beiden Banken intensiv mit dem Gedanken eines möglichen Zusammenschlusses beschäftigt. Nach tiefgehender Prüfung fiel im Mai die Entscheidung, in Fusionsverhandlungen einzutreten.
Nach der überwältigenden Zustimmung in den Vertreterversammlungen der beiden Banken am 07. bzw. 14. Juli 2025 erfolgte die Eintragung der Fusion in das Genossenschaftsregister am 10. Oktober zur Gesamtbank Bodensee-Oberschwaben eG. Im Anschluss konstituierte sich der Aufsichtsrat als 18-köpfiges Übergangsgremium, nachdem Frau Klara Bücheler aufgrund der satzungsmäßigen Altersgrenze bei der Vertreterversammlung in Friedrichshafen sowie Frau Katharina Müller und Herr Dr. Günter Spiri bei der Vertreterversammlung in Konstanz aus ihren Ämtern ausgeschieden sind. Im Oktober hat Frau Andrea Stehle im Zuge der juristischen Fusion ihr Amt niedergelegt.
Nachdem die Bank nach der Fusion die Grenzen des Drittelbeteiligungsgesetzes überschritten hat, war die Satzung bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats erneut zu ändern. In diesem Zusammenhang haben Frau Sabine Noelke-Damms sowie die Herren Dr. Guido Brunner, Andreas Joos, Peter Missenhardt und Stefan Zimmer ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt.
An dieser Stelle darf ich mich, sicher auch in Ihrem Namen, bei allen Kolleginnen und Kollegen des Aufsichtsrats für ihr langjähriges Engagement für die Bank bedanken.
Im April 2026 fand die Wahl der Mitarbeitervertretung statt. Das voll beschlussfähige Gremium wurde um sechs Mitarbeitervertretende ergänzt. Die neuen Mitglieder haben ihr Amt im April angetreten. In der neuen Zusammensetzung werden wir weiterhin mit vollem Engagement an der erfolgreichen Zukunft unserer Bank mitwirken und uns den bevorstehenden Herausforderungen stellen.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in insgesamt 14 Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Risikolage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Hinzu kamen bis zur juristischen Fusion Sitzungen des Aufsichtsrats der Volksbank eG mit Sitz in Konstanz.
Der vorliegende Jahresabschluss 2025 der Volksbank Bodensee-Oberschwaben eG mit Lagebericht wird vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung wird von den Prüfern des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V. im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 22. Juni 2026 vorgetragen und eingehend erläutert. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und hierzu seine Zustimmung erteilt. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen sowie dem Vorstand und dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung zu erteilen.
Mir bleibt, Ihnen eine interessante Lektüre des digitalen Geschäftsberichts zu wünschen. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Bereitschaft, an den satzungsgemäßen Beschlussfassungen im Rahmen unserer Virtuellen Vertreterversammlung mitzuwirken und freue mich auf unsere persönliche Begegnung anlässlich der Versammlung der Vertreter am 30. Juli 2026 in Friedrichshafen.
Freundliche Grüße
Ihr Wolfram Müssig
Aufsichtsratsvorsitzender
Vorschlag für die Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von 10,896 Mio. Euro – unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von 45.919,07 Euro sowie nach den im Jahresabschluss mit 4,118 Mio. Euro ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von 6,824 Mio. Euro) – wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende von
3,50 % - 1,75 Mio. €
a) Gesetzliche Rücklage 3.000.000,00 €
b) Andere Ergebnisrücklagen 2.000.000,00 €
Vortrag auf neue Rechnung: 71.168,67 €